Weihnachtsmail-optimiert

In Massen versendet, von vielen gehasst - das Weihnachts-Mail


Weihnachtsgrüße kommen in den unterschiedlichsten Formen. Einmal gibt es sie klassisch postalisch mit und ohne Geschenk oder etwas Süßem, ein anderes Mal ist es eine mehr oder weniger persönliche E-Mail mit einem Glückwunsch. Die Absender verbinden damit natürlich meist den Wunsch, sich in Erinnerung zu rufen und auf sich aufmerksam zu machen nach dem Motto: „Hallo, hier bin ich! Es war schön und wir würden gerne wieder Geschäfte machen.“

Der Brief ist nicht tot:

Wer meint, E-Mails hätten die klassischen Briefe doch schon längst verdrängt, irrt gewaltig. Vor allem im Weihnachtsgeschäft sitzt der „Brief zum Angreifen“ aus Papier mit Tinte nach wie vor gut im Sattel. Gute Printmailings erzielen beim Empfänger immer noch hohe Aufmerksamkeit. Und sie werden als wertiger wahrgenommen, als digitale Mailings. (vgl. Schwarz S. 455 ff., 2007)

Auf den Inhalt kommt es an:

Wie in vielen anderen Bereichen auch gibt es eine allgegenwärtige Übersättigung an oberflächlich werblichen Texten. Oberflächliche Floskeln und Selbstbeweihräucherungen sollte man sich also sparen. Mehrwert ist gefragt. Denn die Empfänger der Weihnachtspost – also Kunden, Geschäftspartner, Mitarbeiter oder Sponsoren – sind an informativen Inhalten und netten Gesten interessiert.

Wer also gute Voraussetzungen schaffen möchte, dass seine Weihnachtspost ankommt und gelesen wird, sollte Content liefern. Content, also der nützliche und interessierende Inhalt, wird gerade als das neue-alte magische Zugpferd der Marketing-Branche gefeiert. Dabei ist die Erkenntnis, dass der Inhalt zählt und Kunden anspricht, natürlich schon lange bekannt. Dieses Wissen wird nur soeben wieder neu entdeckt. Gute, redaktionell aufbereitete Geschichten waren und sind immer gern gesehen.

TIPP: Vor dem Verfassen einer Mail oder eines Briefes, sollte die zu übermittelnde Botschaft festgelegt werden. Was interessiert die Zielgruppe und wie kann die Nachricht bestmöglich verpackt werden.

Die liebe Werbung:

Selbstdarstellung und Werbung haben im Weihnachtsmail eigentlich nichts verloren. Wer trotzdem nicht darauf verzichten möchte, sollte unbedingt folgende Punkte beachten: E-Mail-Marketing unterliegt strengen gesetzlichen Regelungen und jeder Verstoß kann teuer kommen. Briefe unterliegen diesen strikten Restriktionen nicht, beispielsweise brauchen sie die im TKG (Telekommunikationsgesetzes) als verpflichtend verankerte vorherige Zustimmung des Empfängers von Werbe-E-Mails nicht.

Die optische Benimmregel:

Die optische Gestaltung von Weihnachtspost ist genauso wichtig wie Inhalt und Aussage. Grafisch ist natürlich (fast) alles möglich. Bei genauerer Betrachtung stellen wir aber schnell fest, dass es Unterschiede zwischen Print- und Digitalen Medien gibt. Bei gedruckten Medien muss in der Regel nur auf die natürlichen Grenzen des Papiers geachtet werden. Mailserver und elektronische Posteingänge akzeptieren aber längst nicht das gesamte Spektrum an Darstellungsmöglichkeiten. Wer Texte in Bilder integriert oder als Bild darstellt, riskiert beispielsweise, dass die gesamte Nachricht nicht gelesen werden kann – wenn nämlich das Bild, das die Nachricht darstellt, vom E-Mail-Programm nicht angezeigt wird.

Was bei E-Mails grundsätzlich zu beachten ist:

Beim Versenden von E-Mails empfiehlt es sich, vom kleinsten gemeinsamen Nenner auszugehen. Soll heißen: Nicht alle Empfänger haben professionelle, mächtige E-Mail-Clients. Vor allem Privatpersonen benützen oft kleine handliche Webmailclients. Diese bieten in der Regel nur wenig Webspeicher und legen die Latte für die Mailgröße tief an. Als Daumenregel gelten max. 500 kb per Mail – alles darüber riskiert eine willkürliche Selektion. Ein weiteres Kriterium für Erfolg oder Nicht-Erfolg lieht in den verwendeten Bild-Formaten. Generell akzeptiert werden JPEG/JPG-Dateien, während andere Formate häufig dem dem Spamfilter zum Opfer fallen.

Der richtige Zeitpunkt:

Wir alle wissen aus Erfahrung, je näher der Weihnachtsabend kommt, desto weniger Zeit bleibt zur Verfügung und desto weniger Beachtung finden Weihnachtsgrüße, Postkarten und sogar die kleinen Geschenke. Bessere Chancen aufzufallen hat also, wer zu den ersten Sendern der (heurigen) Weihnachtspost gehört.