Schema eines Screendesign-Aufbaus

Der Webauftritt


Vorne weg zunächst eine Begriffsbestimmung, weil die drei Begriffe Homepage, Webseite und Website im allgemeinen Sprachgebrauch oft willkürlich verwendet werden und daher immer wieder für Verwirrung sorgen. Die Erklärung ist ganz einfach: Eine Website bezeichnet den gesamten Internetauftritt und besteht aus beliebig vielen einzelnen Webseiten. Die Startseite der Website wird Homepage genannt.

Schema der Seitenhierarchie einer Website
Der logische Aufbau einer Website

Die Website / der Webauftritt ist die Präsentation eines Unternehmens, Vereins, Organisation etc. im Internet. Diese stellt, trotz ungeachtet aller Social Media Angebote, noch immer die wichtigste Präsentationsmöglichkeit dar. Auch Branchenverzeichnisse und Firmensuchplattformen bieten nicht annähernd die gleichen Möglichkeiten für Darstellung und Kundenkommunikation. Die Website ist damit die digitale Visitenkarte, das Aushängeschild und die Informationsplattform des Unternehmens.

Wichtig ist, dass der Webauftritt möglichst genau den Anforderungen der Benutzer entspricht. Hier ist eine kurze Checkliste:

Die passende Webadresse. Idealerweise ist die Webadresse ident mit dem Firmennamen bzw. diesem zumindest sehr ähnlich. Bei neuen Websites gilt: Als erstes die Möglichkeiten abtesten. Der einfachste Weg dazu führt über dem Webbrowser: Wunsch-Webadresse eingeben und schauen, ob diese ein Ergebnis liefert. Sollte eine gewünschte .at-Domain schon vergeben sein, genügt es manchmal die Endungen zu verändern: Statt .at kann auch .eu oder .com usw. versucht werden.

Das Angebot oder „Zeigen, worum es geht“. Die wichtigste Frage bei jeder Website lautet: Was soll dem Besucher vermittelt werden? Ebenso wichtig sind eine klare Struktur und die übersichtliche Darstellung. Nicht selten fühlen sich Besucher schon auf der Startseite von der Vielfalt der Information „erschlagen“ und springen rasch wieder ab. Weniger (Text) ist daher in vielen Fällen mehr. Präsentieren Sie sich knapp, klar und prägnant – und laden Sie damit Ihre Besucher ein, für Detailinformationen gezielt die entsprechenden Webseiten Ihren Auftritts anzuklicken.

Professionell, kompetent, auf dem Niveau der Zeit. Analog zum gesamten unternehmerischen Auftritt ist auch für die Website Professionalität unerlässlich. Veraltete Designs und/oder unzeitgemäße technische Lösungen wirken, wie Analysen zeigen, auf Website-Besucher eher abschreckend – und führen zu hohen Absprungraten. Dabei geht es keinesfalls um hochkomplizierte oder technisch extrem aufwändige Webauftritte, sondern darum, mithilfe ansprechender Designs und professioneller Aufmachung den Kunden und Partnern bestmöglich entgegenzukommen.

Aktuelle Beiträge. Als wichtigste digitale Visitenkarte eines Unternehmens sollte die Website so aktuell wie möglich gehalten werden. Dazu sollten Änderungen einfach und schnell durch professionelle Anbieter oder durch eine geeignete Person innerhalb eines Unternehmens durchgeführt werden können. Schließlich ist nichts unangenehmer als veraltete Firmendaten bzw. Produkte und Dienstleistungsangebote, die nicht mehr zum Verkauf stehen. CMS (Content-Management-Systeme) wie WordPress, Typo3 und Joomla erleichtern diese Aktualisierungen. Sie sind leicht zu erlernen und erlauben das schnelle Hinzufügen bzw. den einfachen Austausch von Beiträgen, Bildern und Informationen.

Texte die gelesen werden. Überlange Texte sind leider ein allzu oft gemachter Fehler. Kurz fassen ist angesagt. Anders als beim Lesen auf Papier „scannen“ digitale Leser Texte nur mehr nach wichtigen und interessant erscheinenden Passagen. Langtexte werden nur von Hochinvolvierten bsi zum Ende durchgelesen. Grundregeln: auf das Wesentliche beschränken, Texte strukturieren und den digitalen Gewohnheiten der Leser anpassen.

Gefunden werden im Netz. Ziel jeder einzelnen Webseite ist es, von möglichst vielen Interessenten gefunden zu werden. Die Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization SEO) ist daher ein elementarer Faktor bei der Gestaltung des Webauftritts. Alle großen Suchmaschinen – allen voran Google – arbeiten nach eigenen Suchalgorithmen, um Webseiten zu kategorisieren und einzuordnen. Je besser die eigene Website mit all ihren Unterseiten den Kriterien der jeweiligen Suchmaschine entspricht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie bei einer Suche gefunden, attraktiv gereiht und angezeigt wird.

Kontakt zum Kunden. Oft wollen Websitebesucher mit dem Unternehmen auch direkt in Kontakt treten, um z.B. Preise zu erfragen oder um sich über Produkteigenschaften im Detail zu informieren. Kontaktmöglichkeiten via Telefon oder e-Mail gehören daher unbedingt zum Webauftritt dazu. Eine gute Möglichkeit ist auch, ein Kontaktformular bereitzustellen: Hier können Interessenten ihre Kontaktdaten sowie einen kurzen Text hinterlassen.