social-media-icons_gut-01

Social Media ist nicht tot! Oder: Warum Social Media gut für das Unternehmen ist


Mehr als nur Spielerei:

War Social Media anfangs nur eine Spielerei von Universitäts-Yuppies und Internet-Nerds, stehen sie heute jedermann als Dienstleistung zur Verfügung – und wird allgegenwärtig genutzt. Kaum eine Person im erwerbstätigen Alter, die nicht in einem Netzwerk vertreten ist. Vor allem für Firmen ergibt sich daraus eine Reihe von Vorteilen, die durch diese neue Art des Kundenkontakts und der Kundenkommunikation entstanden sind. So gibt es kein soziales Medium, in dem nicht verkaufsfördernde Maßnahmen gesetzt, sprich: Kunden beworben und an das Unternehmen gebunden werden können. Social Media haben damit längst den Privatbereich verlassen und sind nun auch für B2C (Privatkunden) ebenso wie B2B (Geschäftskunden) Kontakte relevant. Wer es versteht, Social Media für sein Unternehmen aktiv einzusetzen, kann seine Chancen deutlich verbessern und den einen oder anderen Marketing-Erfolg generieren.

Ein Blick auf die globale Statistik:

Wikipedia listet zurzeit 209 aktive Social Media Anbieter. Enthalten ist darin eine große Bandbreite an Interessengebieten. Darunter finden sich Plattformen für Musik genauso wie solche für Luxusgüter. In der Statistik der regelmäßigen User (= User, die mindestens einmal monatlich online sind) führen Facebook mit zurzeit rund 1,15 Milliarden und Youtube mit 1 Milliarde Usern das globale Ranking der Social Media-Netzwerke an. Nach asiatischen Plattformen findet sich Whatsapp mit 350 Millionen Usern. Google+ und Tumbl+ folgen mit je knapp 300 Millionen und Twitter liegt mit 240 Millionen Usern im guten Mittelfeld. Instagram, Linkedin und Pinterest finden sich im unteren Drittel des internationalen Monthly-Active-Social-Media-User-Rankings. (Daten von ebizmba und Mediabistro) Das bedeutet, dass global gesehen eine unglaublich große Zahl von Menschen Social Media Netzwerke (be-)nutzen.

Social Media in Österreich:

Für Österreich finden sich in diesen Rankings leider keine expliziten Ergebnisse. Die IKT Zahlen der Statistik Austria erlauben jedoch einen vagen Blick. Hier wird zwar nicht in einzelne soziale Netzwerke unterteilt, aus den Daten lässt sich aber ablesen, dass 2012 46 % der befragten Privatpersonen Social Networking-Sites, Blogs, Newsgroups oder Online-Diskussionsforen verwendeten. Etwas weniger, aber immerhin noch 36% der befragten Unternehmen gaben an, in Social Media vertreten zu sein. Wenig überraschend kommt die aktivste Gruppe aus der Kommunikationsbranche.

Reichweite zählt:

Prinzipiell gilt, je mehr User ein Unternehmen auf einer Plattform ansprechen kann, desto höher der Einfluss durch die gesetzten Marketingmaßnahmen. Daher bieten die großen Social Media wie Facebook, Youtube und Twitter durchwegs attraktive Chancen für werbende Unternehmen – und zwar einfach dadurch, dass sie viele User auf einer gemeinsamen Plattform vereinen. Ein Unternehmen kann damit auf relativ einfachem Weg viele (mögliche) Kunden ansprechen. Kostenintensive und aufwändige Kampagnen, die andernfalls notwendig wären, um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen, können ausbleiben.

Das können Social Media:

  • Sichtbarkeit der eigenen Marke erhöhen: Kunden, die in der Realität / in ihrem Alltag nicht täglich an einer Firma vorbeikommen, können beständig an das Unternehmen erinnert werden. Das hilft, affine Personen stärker an das Unternehmen zu binden.
  • Neukunden gezielt ansprechen: Da das Verhalten der einzelnen User und auch viele ihrer Interessen auf den Sozialen Media Plattformen bekannt sind, können Angebote auf den diversen Plattformen relativ zielgruppen-genau an bevorzugte Neukunden ausgespielt werden. TIPP: Die meisten Netzwerke bieten Filtertechniken, um Interessensgruppen zu spezifizieren. Je genauer eine Zielgruppe eingegrenzt werden kann, desto geringere Streuverluste bei der Werbung.
  • Kundenkommunikation: Unternehmen können durch Social Media mit Kunden interagieren, aktiv kommunizieren, die Bindung durch Spiele und Events erhöhen, auf Probleme eingehen und dadurch Kundenzufriedenheit und Mehrwert schaffen. Die meisten Social Media schicken automatisch eine E-Mail an den/die Administrator/en, wenn eine direkte Frage an ein Unternehmen gestellt wird. Für eine effiziente, zeitnahe Reaktion ist es daher sinnvoll, wenn die für Social Media zuständige Person auch als Administrator eingetragen ist. TIPP: Auch wenn es einfach aussieht – Social Media ist nichts für Anfänger und gehört unbedingt in qualifizierte Hände.
  • Auf Augenhöhe: Persönlicher Kontakt involviert und schafft Nähe. Social Media bieten hier ideale Voraussetzungen, da die Kommunikation direkt und ohne Verzögerung stattfinden kann. Je mehr sich Kunden umsorgt und gut aufgehoben fühlen, desto höher die Wertschätzung für das Unternehmen.
  • Trends frühzeitig erkennen: Social Media sind ein Spielplatz für Neuigkeiten und Trends. Wer es versteht, im kunterbunten Durcheinander die Zeichen zu erkennen, kann diese frühzeitig für das eigene Unternehmen nutzen. TIPP: Es lohnt sich, ab und zu einen Blick über den Tellerrand zu werfen, um zu sehen, wie es die Konkurrenz macht.
  • Social Media helfen im Ranking: Auch wenn Google nicht in alle Bereiche der Social Media blicken kann, weil die großen Player sich nicht gerne in die Karten schauen lassen, verbessert eine große Anzahl an Followern auch das eigene Ranking auf Google oder Bing. TIPP: Natürlich gewachsene Fangruppen sind dabei das Ziel. Gekaufte Follower schaden dem Unternehmen. Werbung und gezieltes Marketing helfen, eine echte Fangemeinde aufzubauen.
  • Alles da, da, da: Social Media ist schon lange nicht mehr nur ein Treffpunkt für Junge und Junggebliebene. Alle Altersgruppen sind heute vertreten. Selbst die Gruppe 65+ trifft man immer häufiger auf den Social Media. TIPP: Unternehmen sollten den Zielgruppen angepasst agieren und ihr Auftreten entsprechend gestalten. Jung und dynamisch ist auch für Facebook und Co nicht unbedingt Voraussetzung.
  • Geringe Kosten für ein Maximum an Gewinn: Viele Kunden entscheiden heute online, was sie kaufen oder nicht kaufen. Social Media spielen eine nicht zu unterschätzende Rolle, wenn es darum geht, sich für oder gegen ein Produkt zu entscheiden.

Die Social Media Kanäle sind, wie Werbung, Blog und Website auch, Mittel um Informationen zu verbreiten, Images aufzubauen und zu stützen oder auch eine Verkaufsentscheidung zu fördern. Wer diese Medien richtig einsetzt, hat ein starkes Instrument an der Hand, um Produkte, Dienstleistungen und das Unternehmen selbst nachhaltig zu bewerben.